Kontrastmittelgestützte Mammographie

funktionelle Bildgebung für die Brustdiagnostik

Die kontrastmittelgestützte Mammographie, auch Contrast-Enhanced Mammography oder CEM genannt, kombiniert die mammographische Darstellung der Brust mit einer intravenösen Kontrastmittelgabe. Auf diese Weise lassen sich neben anatomischen Strukturen auch Bereiche mit erhöhter Kontrastmittelaufnahme darstellen. Erfahren Sie, wie die Untersuchung abläuft, wie unser Accutron® CT-D Vision für das Verfahren eingesetzt werden kann und lassen Sie sich von Erfahrungen aus der Praxis überzeugen.

Was ist eine Kontrastmittelgestützte Mammographie?

Warum Mammographie mit Kontrastmittel?

Eine kontrastmittelgestützte Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Sie dient der Abklärung auffälliger Befunde nach einer konventionellen Mammographie oder einem Ultraschall. Bei der kontrastmittelgestützten Mammographie wird eine digitale Mammographie mit der intravenösen Gabe eines jodhaltigen Kontrastmittels kombiniert.

Während der Untersuchung werden Niedrigenergie- und Hochenergieaufnahmen erstellt. Aus beiden Datensätzen berechnet das System zusätzlich rekombinierte Bilder. Die Niedrigenergiebilder zeigen die anatomischen und morphologischen Strukturen der Brust wie eine konventionelle Mammographie. Da normales Brustgewebe auf beiden Bildern nahezu gleich aussieht, das Jod aber in der Hochenergieaufnahme deutlich stärker sichtbar ist, kann der Computer die beiden Bilder voneinander subtrahieren. Übrig bleibt ein Bild, auf dem fast nur noch das Kontrastmittel sichtbar ist. 

Kurz erklärt: CEM liefert zwei sich ergänzende Bildinformationen: ein mammographisches Bild der Bruststrukturen und ein Bild kontrastmittelanreichernder Gewebebereiche.

Eine ältere Frau bei der konstrastmittelgestützten Mammographie

Wie läuft eine CEM-Untersuchung ab?

Von der Vorbereitung bis zur Befundung

Vorbereitung der Kontrastmittelgestützten Mammographie, kurz CEM
Vorbereitung der Patientin
  • • Aufklärung und Prüfung relevanter Voraussetzungen
  • • Erfassung möglicher Kontraindikationen
  • • Vorbereitung des venösen Zugangs
  • • Auswahl und Vorbereitung des Kontrastmittels
  • • Festlegung des Untersuchungs- und Injektionsprotokolls
Kontrastmittelinjektion bei der Kontrastmittelgestützten Mammographie, kurz CEM
KOntrastmittelinjektion
  • • Programmierte intravenöse Kontrastmittelgabe
  • • Optional Injektion anschließender Kochsalzlösung
  • • Definierte Flussrate und Kontrastmittelmenge entsprechend dem klinischen Protokoll
  • • Beobachtung der Patientin während und nach der Injektion
Mammographische Aufnahmen der Kontrastmittelgestützten Mammographie, kurz CEM
Mammographische Aufnahmen
  • • Beginn der Aufnahmen innerhalb des für das Protokoll vorgesehenen Zeitfensters
  • • Aufnahme der Brust in den erforderlichen Projektionen
  • • Erzeugung von Niedrigenergie- und rekombinierten Bildern
Befundung der Kontrastmittelgestützten Mammographie, kurz CEM
Befundung
  • • Gemeinsame Beurteilung morphologischer Auffälligkeiten und kontrastmittelanreichernder Bereiche
  • • Einordnung nach den für das Zentrum geltenden Befundungsstandards
„Früher sind diese Patientinnen häufig ins MRT gegangen. Dann musste ein Termin vereinbart werden, die Untersuchung war zwei Tage später und für die Biopsie mussten sie noch einmal wiederkommen. […] Durch die Kontrastmittel-Mammographie sind wir in der Abklärung deutlich schneller geworden.“

Dr. Sabine Ohlmeyer, Leiterin Gynäkologische Radiologie und Mammadiagnostik am Radiologischen Institut der Universitätsklinik Erlangen

Kontrastmittelgestützte Mammographie mit dem Accutron® CT-D Vision

Unsere Produktlösung

Der Accutron® CT-D Vision von MEDTRON unterstützt eine kontinuierliche und präzise Kontrastmittelgabe bei der CEM-Bildgebung. Dadurch kann eine gleichmäßige Kontrastverstärkung des Tumorgewebes erreicht werden. Zusätzlich ermöglicht der Injektor eine anschließende Injektion mit Kochsalzlösung, wodurch das Kontrastmittel schneller aus den Armvenen weitertransportiert werden kann. So lässt sich die lokale Verweildauer reduzieren und eine mögliche Reizung der Venenwand verringern. Da das Injektionssystem kabellos und mobil ist, kann es außerdem flexibel zur Patientin bewegt und bequem in den Untersuchungsablauf integriert werden.

Operativer Nutzen

  • Der Injektor unterstützt den/die MTR in einem effizienten Workflow. Bei einer Dosis von 1,5 ml pro kg Körpergewicht und einer Flussrate von 3 ml/s dauert die Injektion von 90 ml Kontrastmittel bei einer 60 kg schweren Frau zum Beispiel 30 Sekunden. Anschließend muss das Kontrastmittel in die Peripherie gelangen und sich homogen im Blutpool, im Interstitialraum und damit in den Organen und dem Gewebe verteilen. Diese Zeit kann die/der MTR gut dafür nutzen, auf die Patientin einzugehen und sie zu beobachten. 4
  • Weitere Vorteile sind die Mobilität des Injektors, der damit überall neben der Mammographieanlage aufgestellt werden kann.

Klinischer Nutzen

  • Mithilfe des Injektors lässt sich der Kontrastmittel-Bolus akkurat verabreichen, was die Qualität der Befundung erhöht.
  • Die Möglichkeit, mit physiologischer Kochsalzlösung nachzuspülen, schont die Venen der Patientin.
  • Durch das Nachspülen wird ein kompakter Kontrastmittel-Bolus erzeugt, wodurch die Kontrastmittelmenge etwas reduziert werden kann. Dies trägt zur Sicherheit der Patientin bei.

Finanzieller Nutzen

  • Eine Fernbedienung ist für die Anwendung in der Mammographie nicht erforderlich. Dies reduziert Ihre Anschaffungskosten.
  • Die Möglichkeit des Nachspülens hilft dabei, die Kontrastmittelmenge zu reduzieren, was die Kosten pro Patientin verringert.
Kontrastmittelgestützte Mammographie mit dem Accutron® CT-D Vision

Weitere Infos zur Kontrastmittelgestützten Mammographie

Podcast, Referenzbericht & Co.

Mammographie Flyer

Podcastfolge

Anwendungsbericht CEM

Pink October 2025

FAQ

Noch Fragen zur KOntrastmittelgestützten Mammographie?

Wie lange dauert eine kontrastmittelgestützte Mammographie?

Eine kontrastmittelgestützte Mammographie dauert in der Regel etwa 15 bis 30 Minuten. Darin enthalten sind die Vorbereitung, das Legen des venösen Zugangs, die Kontrastmittelgabe und die anschließenden Mammographieaufnahmen. Die Bildaufnahme beginnt üblicherweise wenige Minuten nach Beginn der Injektion und erfolgt innerhalb eines festgelegten Zeitfensters. Die genaue Dauer kann je nach Untersuchungsprotokoll und organisatorischem Ablauf variieren.

Für welche Fragestellungen kann CEM eingesetzt werden?

CEM kann bei verschiedenen diagnostischen Fragestellungen eingesetzt werden, beispielsweise zur weiteren Abklärung auffälliger oder unklarer Befunde, zur Beurteilung der Ausdehnung einer nachgewiesenen Brustkrebserkrankung, zur präoperativen Planung sowie zur Kontrolle des Therapieansprechens während oder nach einer neoadjuvanten Behandlung. Darüber hinaus kann CEM eine ergänzende oder alternative Untersuchungsmöglichkeit darstellen, wenn eine Brust-MRT nicht durchgeführt werden kann oder nicht verfügbar ist. Welche Untersuchungsmethode geeignet ist, wird anhand der individuellen Fragestellung entschieden.

Wie lange dauert die Kontrastmittelgabe bei einer kontrastmittelgestützten Mammographie?

Die Kontrastmittelgabe dauert bei CEM in der Regel weniger als eine Minute. Die genaue Dauer richtet sich nach der vorgesehenen Kontrastmittelmenge und der eingestellten Flussrate. Anschließend beginnen die Bildaufnahmen innerhalb eines protokollabhängig festgelegten Zeitfensters.

Welches Kontrastmittel wird bei CEM verwendet?

Bei der kontrastmittelgestützten Mammographie wird ein jodhaltiges Röntgenkontrastmittel intravenös verabreicht. Es handelt sich um dieselbe grundsätzliche Kontrastmittelgruppe, die auch bei anderen röntgenbasierten Untersuchungen wie der Computertomographie eingesetzt wird. Vor der Untersuchung werden mögliche Kontraindikationen und individuelle Risikofaktoren wie z.B. Allergien entsprechend den geltenden medizinischen Standards geprüft.

Ist eine CEM schmerzhafter als eine konventionelle Mammographie?

Eine CEM ist in der Regel nicht wesentlich schmerzhafter als eine konventionelle Mammographie. Bei beiden Verfahren wird die Brust kurz komprimiert, was als Druck oder unangenehm empfunden werden kann. Bei der CEM kommen zusätzlich der Einstich für den venösen Zugang und die Kontrastmittelgabe hinzu. Dabei können kurzzeitig ein Wärmegefühl oder ein metallischer Geschmack auftreten.

Kann ich eine Demostellung für einen Accutron® CT-D Vision vereinbaren?

Ja, Sie können eine unverbindliche Demostellung des Accutron® CT-D Vision vereinbaren. Dabei erhalten Sie die Möglichkeit, das System und seine Funktionen kennenzulernen und gemeinsam mit ihremTeam zu prüfen, wie sich der Injektor in Ihre Arbeitsabläufe integrieren lässt. Jetzt Demostellung anfragen!